Long lining: schnell, technisch und dauerhaft in der Strike Zone
- Thom Prüst
- vor 6 Tagen
- 2 Min. Lesezeit
Manchmal liest man einen Videotitel und denkt sich: „Hmm… das ist nicht ganz das, was ich eigentlich zeige.“ Genau das hatte ich bei dem Roofmeister‑Video, in dem ich vorkomme. Der Titel lässt vermuten, dass es ums langsame Angeln geht, aber das stimmt schlichtweg nicht. In Wirklichkeit dreht sich die Technik, die ich einsetze, um etwas völlig anderes: Kunstköder blitzschnell und dauerhaft durch die Strike Zone zu jagen, sodass man in kurzer Zeit viel Wasser abdeckt und deutlich mehr Zander findet.
Eine technische Methode, die einfach aussieht
Auf den ersten Blick wirkt es vielleicht einfach: Man gibt mehr Schnur und fischt weiter vom Boot weg. In Wirklichkeit beruht diese Methode jedoch auf einem präzisen Zusammenspiel von:
• dem richtigen Gewicht des Jigkopfes
• der Form des Kunstköders
• Stärke und Richtung der Strömung
• der eigenen Driftgeschwindigkeit
Nur wenn diese Faktoren perfekt ausbalanciert sind, kann man in einem extrem weiten Winkel fischen. Das bedeutet, dass man mit einer sehr langen Schnur den Köder mit einer kurzen Armbewegung vom Grund anheben und wieder absetzen kann – ohne dass er aus der Strike Zone herausschießt.
Das ist technisch anspruchsvoll. Aber sobald man es beherrscht, ist es unglaublich effektiv.
Wer mehr Hintergrund zu dieser Technik und den dahinterstehenden Gedanken möchte, kann meinen ausführlichen Evergreen dazu lesen: Longlinen auf Zander.
Warum diese Methode so effizient ist
Das Ziel ist nicht, subtil zu fischen, sondern Strecke zu machen. Viel Strecke. Durch das Angeln in einem weiten Winkel kann man:
mit hoher Geschwindigkeit driften
den Köder dauerhaft in der richtigen Tiefe halten
enorme Wassermengen absuchen
schneller herausfinden, wo der Zander steht
in kürzerer Zeit mehr Fische finden
Es ist eine reine Suchtechnik. Keine Finesse, keine langsame Präsentation – einfach effizientes Angeln.
Was im Video wirklich zu sehen ist – und was nicht
Im Video zeige ich die grundlegenden Prinzipien: wie man mit längeren Schnüren arbeitet, wie man den Köder auf Distanz kontrolliert und wie man verhindert, dass er aus der Strike Zone herausschießt.
Aber um ehrlich zu sein: die vollständige technische Tiefe – das genaue Gleichgewicht zwischen Gewicht, Köderform, Strömung und Drift – sieht man nicht in einem einzigen Video. Das ist etwas, das man vor allem in der Praxis lernt zu fühlen.
Das Video bietet also eine solide Einführung, aber die eigentliche Finesse entsteht erst, wenn man die Methode selbst anwendet. Und sobald man sie beherrscht, verschafft sie einem einen enormen Vorsprung.
Selbst erleben, wie effektiv das ist?
Diese Technik lernt man am schnellsten auf dem Wasser – mit echter Strömung, echtem Driftverhalten und echten Fischen unter dem Boot. Buche einen Angeltag mit mir auf dem Hollands Diep, und ich zeige dir genau, wie du mit langen Schnüren Geschwindigkeit, Kontrolle und Tiefe perfekt miteinander kombinierst.


