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Warum das Vorfachmaterial keinen Einfluss auf das Beißverhalten hat

Stroft NiTi im Praxiseinsatz: Mono vs. Polywire – und warum das Vorfachmaterial keinen Einfluss auf das Beißverhalten hat


In der Raubfischangelei wird kaum ein Thema so überhöht wie das Vorfachmaterial. Stahl, Fluorocarbon, Mono, Titan, NiTi – jeder hat seine Theorie, jeder erklärt etwas anderes.

Doch wer täglich auf den niederländischen Großgewässern unterwegs ist, sieht sehr schnell, was wirklich zählt.


Ich sage es klar und ohne Umwege:

Kein Zander, kein Barsch und kein Hecht interessiert sich für unser Vorfachmaterial.

Nicht für die Farbe, nicht für die Steifigkeit, nicht für die „natürliche Präsentation“.Das Einzige, was zählt, ist die Position des Köders in der Strikezone.


Warum ich jahrelang ohne Stahl gefischt habe – und warum das nichts mit „Gefühl“ zu tun hatte


Ich habe lange ohne Stahl oder NiTi gefischt. Nicht, weil ich dachte, dass ich damit mehr fange. Nicht wegen „natürlicher Präsentation“. Nicht wegen irgendwelcher Mythen.


Der einzige Grund war der Wirbel.


Ein klassisches Stahlvorfach mit Wirbel erzeugt auf Flüssen, dem Hollands Diep und dem Volkerak massiven zusätzlichen Druck auf der Schnur. Dieser hydrodynamische Widerstand verhindert, dass der Köder sauber nach unten kommt.

Und wenn man nicht hart am Grund fischen kann, fängt man weniger – nicht wegen des Materials, sondern wegen der Physik.


Auf dem Hollands Diep war das noch vertretbar, weil Hecht dort selten einsteigt.

Auf dem Volkerak dagegen ist Hechtkontakt an der Tagesordnung – und ohne Schutz wird es schnell teuer.


Der Umstieg auf Stroft NiTi – ohne Wirbel, ohne Ballast, ohne Nachteile


Ich brauchte also ein Vorfach, das:


  • hechtsicher ist

  • keinen Wirbel benötigt

  • keinen zusätzlichen Druck erzeugt

  • und die volle Köderkontrolle ermöglicht


Die Lösung war Stroft NiTi, sowohl in Monowire als auch in Polywire.


Ich verbinde beide Varianten über einen winzigen 3‑mm‑Ring direkt mit der Hauptschnur.

Kein Wirbel, keine Bremse, keine Probleme.


Meterhecht aus dem Volkerak – gefangen beim Zanderangeln auf einem Stroft NiTi Polywire Vorfach.
Volkerak‑Meterhecht auf Stroft NiTi Polywire – wieder ein Beweis, dass sich kein Räuber für unser Vorfachmaterial interessiert.

Mono vs. Polywire – die echten Unterschiede aus der Praxis


Ich fische beide Varianten seit Monaten intensiv auf Zander und Hecht.

Und hier ist die nüchterne Realität:


Stroft NiTi Monowire


  • sehr steif

  • höhere Tragkraft als polywire

  • extrem widerstandsfähig gegen Hechtzähne

  • bisher keine Ausfransungen, selbst nach mehreren Hechten

  • dadurch für mich inzwischen die robustere, langlebigere Wahl


Stroft NiTi Polywire


  • weicher und flexibler

  • lässt sich sehr sauber knoten

  • fängt genauso gut wie Monowire

  • aber: neigt nach mehreren Hechtkontakten zum Ausfransen

  • muss regelmäßig kontrolliert werden, sonst besteht Bruchgefahr


Und das Entscheidende:

Beide Varianten fangen exakt gleich gut.

Die Steifigkeit der Monowire hat keinerlei negativen Einfluss auf die Köderaktion oder die Fängigkeit – egal, was manche behaupten.


Worauf es wirklich ankommt


Unsere Schnüre – geflochtene Hauptschnur, Fluorocarbon für saubere Verbindungen und NiTi als Hechtschutz – bestimmen nur eines:


Ob der Köder sauber in der Strikezone ankommt.


Das Vorfachmaterial hat keinen Einfluss auf das Beißverhalten.

Nicht bei Zander.

Nicht bei Barsch.

Nicht bei Hecht.


Punkt.


Wer diese Techniken live auf dem Wasser erleben möchte oder eine individuelle Zander‑ oder Hechttour auf Hollands Diep, Volkerak oder den Flüssen sucht, findet alle Informationen hier.


 
 
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