Zanderangeln – Boot und Ufer: Das richtige Gerät entscheidet
- Thom Prüst
- 24. Dez. 2025
- 2 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 7. Jan.
Viele Angler – besonders aus Deutschland – kommen mit völlig ungeeignetem Gerät zum Zanderangeln. Daraus entstehen Mythen wie: „Zander sind nur schwer zu fangen“, „nur mit Köderfisch“ oder „nur abends mit Plug am Ufer“.
Doch wenn ein Zander dort beißt, nimmt er auch tagsüber einen Shad – nur eben weiter draußen. Das Problem liegt nicht beim Fisch, sondern beim Gerät.
Vom Boot aus: präzises Jiggen mit der richtigen Rute
Viele meiner Gäste bringen Ruten mit 50–90 g Wurfgewicht, parabolischer Aktion und Längen von 2,30–2,50 m mit. Für das Boot ist das zu schwer, zu schwammig und unhandlich. Kein Wunder, dass dann die Meinung entsteht, Zander seien nur mit Köderfisch oder Plug im Abendlicht zu fangen.
An Bord fischen meine Gäste mit der St. Croix Legend Tournament Walleye:
Länge: 2,13 m
Wurfgewicht: offiziell bis 21 g, praktisch bis 30 g problemlos
Power: Medium
Action: Fast
Warum St. Croix?
Ja, diese Ruten kosten mehr. Aber spürt man den Unterschied? 100 %.
Mit dieser Rute fühlen meine Gäste mehr, sie kontrollieren den Shad besser, registrieren mehr Bisse – und sie fangen schlicht mehr Fisch. Die Kombination aus Sensibilität, Rückgrat und Reserven macht den Unterschied zwischen „nichts gespürt“ und „jeden Kontakt erkannt“.

Vom Ufer aus: Länge ist Pflicht
Auch beim Uferangeln gilt: Gerät ist der Schlüssel. Hier braucht man jedoch mehr Länge, um über Steine und Hindernisse hinweg zu fischen.
Anforderungen an eine gute Ufer‑Rute
Länge: mindestens 2,75 m, besser 2,75–3,00 m
Wurfgewicht: bis max. 30 g
Action: echte Fast Action, sensible Spitze
Nur so lässt sich der Shad kontrolliert in der Strömung präsentieren, ohne ständig hängen zu bleiben.
Rollen, Schnüre, Köder
Rollen: Boot 2500er, Ufer 3000er (Gewicht beachten).
Schnur: 0,10 mm geflochtene PE, direkt geknotetes Fluorocarbon‑Vorfach 0,30–0,35 mm. Keine Wirbel!
Jigköpfe: 10–30 g, je nach Strömung und Tiefe.
Shads: 10–12 cm, mit oder ohne Schaufelschwanz. Schaufelschwanz für leichteres Halten über Grund, V‑Tail/Pintail für schnelleres Absinken.
Der Schlüssel: Gefühl für den Köder
Zanderangeln heißt Kontrolle: wissen, wann der Köder den Grund berührt, wann er angehoben wird, wie er knapp über dem Boden steht – und die Bisse erkennen. Die harten Attacken spürt jeder. Aber 90 % der Bisse sind minimal und werden oft für Gras oder Steine gehalten. Mit dem richtigen Gerät registriert man sie und setzt den Haken.
Fazit
Ob Boot oder Ufer: Das richtige Gerät ist entscheidend.
Zu schwere, zu parabolische Ruten machen effektives Jiggen unmöglich. Mit schnellen, sensiblen Ruten, passender Rolle und dünner Schnur wird Zanderangeln kalkulierbar – und erfolgreich.
Wenn du den Unterschied selbst erleben willst: Buche eine Tour mit mir und fische mit einer St. Croix Legend Tournament Walleye – spüre den Unterschied.
Mehr praxisnahe Infos zu Boot, Ufer und Positionierung findest du hier: Angelmethoden in Holland – Boot, Ufer & Positionierung






